Jesssii on the Blogs

Fasten und Heilfasten - Mein erstes Mal
 
 

Gewicht und so

Eine Sache, die ich euch noch erklären möchte:

 

Ich habe in meinem ersten Beitrag geschrieben, dass Fasten nicht zum Abnehmen geeignet ist. Dennoch nimmt man beim Fasten aber ab! Die Kilos, die man dabei verliert, sind nur meist hinterher schnell wieder drauf.

Nun, ein Beweggrund für das Fasten ist meine ungesunde Ernährung. Gestern Abend hätte ich mir wieder kreuzweise in den Arsch beißen können. Ich habe meine Tage bekommen und einen Schokoladen-Fresssucht-Anfall bekommen und zwei Tafeln auf einmal weg gedrückt. Danach war mir natürlich schlecht und das schlechte Gewissen holte mich ein. Wenn das mal passiert ist es ja nicht schlimm. Nur diese Schokosucht wächst bei mir langsam wieder zu einer unkontrollierbaren "Manie" aus. Ich hatte das vor zwei Jahren schonmal.

Damals stieg mein Gewicht auf glatte 82 kg bei 164 cm Körpergröße an, bis ich die Reißleine zog. Dann fing ich an Kalorien zu zählen. Es war mühsam. Mit Kalorientabellen, Küchenwaage, www.fettrechner.de und Excel-Tabellen führte ich strenges Tagebuch über das, was ich aß. Ich lies Süßigkeiten von jetzt auf gleich weg, hatte ein paar Tage schwere Entzugserscheinungen, und auf einmal fiel mir das gesund essen total leicht. Ich kreierte neue Rezepte, stand stundenlang in der Küche und zauberte leckere Gerichte ohne Fett und Geschmacksverstärker.

Auf die Weise kam in in 9 Monaten runter auf 66 kg. Warum mich nach so langer Zeit die alten Verhaltensweisen wieder einholten kann ich nicht sagen. Man sollte meinen, dass man sich nach mehreren Monaten ein neues Verhalten angewöhnt hat. Aber es ist doch sooo schön, jeden Tag von Pizza und Schokolade zu leben...

Ja.. die Quintessenz der Sache ist: Ich bin jetzt wieder auf 72 kg rauf und ärger mich natürlich. Aber der Ärger hält sich in Grenzen, denn ich bin ja noch 10 Kilogramm im Plus. Noch! Wenn ich mit meiner Ernährung so weiterfahre wie jetzt, hab ich spätestens Weihnachten wieder 82 kg drauf. Und das will ich auf keinen Fall!

Also muss ich ein weiteres Mal die Reißleine ziehen. Da sanfte Methoden bei mir überhaupt nichts bringen, muss ich radikal vorgehen. Diesmal möchte ich das Fasten als Einstieg in eine neue Lebensweise versuchen. Über den Von-jetzt-auf-gleich Verzicht auf Nahrung möchte ich von dem derzeitigen Essverhalten abrücken, um anschließend mit neuem Bewusstsein an die Ernährung heranzutreten. Ich weiß ja, wieviel Spaß das Kochen macht, und wie gut man sich nach einer leckeren Gemüse-Hähnchen-Pflanne fühlt, aber den Schalter umzulegen fällt mir verdammt schwer.

Neben meinen Allergien, der Neurodermites und dem schlechten Gedächtnis ist also auch mein mieserables Essverhalten und das daraus resultierende Übergewicht ein Grund, sich für das Fasten zu entscheiden. Außerdem schreie ich nach einer neuen Erfahrung, ich finde man muss viele Dinge im Leben zumindest mal versucht haben.

Noch eine kleine Anmerkung: Ich bin niemand, der einem Schönheitsideal nacheifert, aber wenn sich mit 26 Jahren schon Rücken, Hüften und Knie mehr als deutlich bemerkbar machen, sollte man sich überlegen, ob man nicht etwas an seiner Einstellung ändert.

 

Eure Jesssii

 

29.9.09 13:02

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