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Fasten und Heilfasten - Mein erstes Mal
 

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1. Fastentag

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Hier folgt mein Fastenprotokoll, das ich den Tag über auf Papier festgehalten habe:

Waage: 69,0 kg

8 Stunden geschlafen, ziemlich unruhig, rund 10 mal wach geworden und wirres, aber kein bedrückendes Zeug geträumt. Um 9 Uhr aufgestanden.

10:30 Uhr: Einstieg in die Fastenwoche beginnt mit Entleerung. Zum Frühstück daher Glaubersalz -> 750 ml extrem salziges Wasser mit ein paar Spritzern Zitrone und eine Tasse Pfefferminztee zur Geschmacksneutralisation. Das erste Glas ging noch, dann wurde es immer unerträglicher. Beim letzten Schluck hab ich fast erbrochen, konnte es aber mit Pfefferminztee runterspülen. Ich weiß nicht, ob die Übelkeit vom Salzwasser, dem Ekel, der Zitrone oder der Menge kommt, denn 1 Liter auf einmal ist schon extrem viel. Mein   Magen ist ziemlich voll. Habe Gänsehaut, mir ist heiß und kalt zugleich. Mein Freund hat an der Glaubersalz-Lösung genippt und bewundert mich.

10:45 Uhr: Ich merke schon was, mein Darm gurgelt und zwickt.

12:00 Uhr: Ich war jetzt ein paar mal länger auf dem Klo. Dürften ein paar Liter Darminhalt gewesen sein. Mir ist immernoch schlecht und ich muss mich zum Trinken zwingen..

12:15 Uhr: Mir ist kalt. Ich muss die ganze Zeit an Essen denken; an Brötchen, ungewürztes Putenfleisch, Nudeln... nicht weil ich Hunger habe, sondern weil ich den Geschmack vom Salz vergessen möchte. Es schmeckt lange nicht mehr danach, aber die Erinnerung ist grauenhaft. Das Glaubersalz wirkt bei mir unheimlich appetitanregend, ich freue mich schon auf die Gemüsebrühe, jedoch muss ich wegen des verspäteten "Frühstücks" auch das Mittagessen verschieben.

12:30 Uhr: Mir ist kalt, ich leg mich ein bischen hin. Man soll beim Fasten eh drei Ruhezeiten täglich einhalten. Die Heizdecke ist an. Vorm Hinlegen noch einmal auf dem Klo gewesen, Konsistenz weiterhin flüssig, aber die Mengen werden weniger. Stuhl wird heller.

13:30 Uhr: Mein Freund hat mich aus Versehen geweckt, bin aufs Klo gegangen und hab mich nochmal hingelegt.

14:00 Uhr: Kann nicht mehr schlafen, fühle mich auf einmal hellwach und irgendwie glücklich. Die Übelkeit ist weg. Ein bischen flüssiger Stuhl nach dem Aufstehen. Fencheltee getrunken.

15:00 - 15:30 Uhr: Kartoffelbrühe gegessen. Ein wenig fad, aber keine Ahnung, ob ich nachwürzen darf. Fastengetränke müssen "gekaut" werden, bzw. gelutscht. Hauptsache der Aufenthalt im Mund dauert lange. Also hab ich eine geschlagene halbe Stunde an 1/4 Liter Gemüsebrühe "rumgelutscht".

16:45 - 17:15 Uhr: Halbe Stunde spazieren gegangen. Ich war dick eingemummelt. Es war eine herrliche, angenehm frische, feuchte Herbstluft, die Sonne lächelte durch die herbstgelben Blätter. Mein Freund ging nach dem Spaziergang nicht mit nach Hause, sondern verabschiedete sich zum Essen. Er hatte Pizza, und ich bin ihm dankbar, dass er auf Zwiebeln, Knoblauch und alles, was lecker duftet verzichtet hat.

17:15 Uhr: Ich leg mich jetzt zum zweiten mal hin, diesmal mit Leberwickel (heißes Körnerkissen auf dem Bauch). Allein das liegen soll die Leberaktivität um 40% fördern, der Leberwickel noch zusätzlich. Nehme was zum Lesen mit, falls ich nicht schlafen kann. Vorher noch Zitronenschnitz ausgesaugt. War gar nicht so sauer wie befürchtet. Aber ich merke die Säure in Mund und Rachen.

18:15 Uhr: Habe erst eine halbe Stunde gelesen und dann einfach nur die Wärme genossen. Irgendwann bin ich eingeschlummert, aber nur im Halbschlaf. Als es draußen dunkel war wurde ich wieder wach. Anschließend den abgesunkenen Kreislauf durch Strecken, Rubbeln mit Luffa-Pad und kaltem Wasser an Armen und im Gesicht wieder angeregt.

22:30 Uhr: Am Abend am PC gesessen und vorm Fernseher gelegen. Warm gehalten. Fencheltee mit Zitrone getrunken, außerdem viel stilles Wasser. Aktuell trinke ich Fruchtsaft, und zwar den roten Traubensaft. 1/4 Liter Saft mit 1/2 Liter Wasser. Auch dieses Getränk muss gelutscht werden, und ich finde es echt anstrengend, den Saft nicht vorzeitig zu schlucken. Die Säure macht sich in meinem Mund an den Zähnen und der Zunge bemerkbar. Geschmack ist aber super. Das erste Mal, dass mir heute etwas schmeckt. Hoffentlich bekomme ich keine Magenschmerzen. Leinsamen sollen da helfen, die Fruchtsäuren zu binden, aber ich hab sie erstmal weg gelassen.

 

Alles in allem geht es mir prima. Hatte sogar ein paar helle Momente am Tag, wo ich mich gefreut habe, dass ich einfach nur mal auf mich und meinen Körper gucke und dass ich es jetzt durchziehe. Aber das Lutschen der Fastengetränke geht mir auf die Nerven, genauso wie ich gern mal was herzhaftes zu mir nehmen würde nach den Unmengen an Tee, Wasser, fader Gemüsebrühe.

Eure Jesssii

 

Nachtrag:

2:00 Uhr: Ins Bett gegangen. Vorher hab ich von Bernd eine Massage mit Arnica-Öl von Weleda bekommen. Ich hoffe, dass das Öl das Entschlacken nicht behindert, aber die Küchenöle wollten wir nicht nehmen und andere Öle haben wir auch nicht da. Meine Muskeln im Nackenbereich schmerzten mehr als sonst, als Bernd mit der üblichen Technik anfing schrie ich kurz auf.

Beim Zubett gehen kräftiges Gurgeln im Darm, aber kein Drang aufs Klo zu gehen.

 

25.10.09 23:02, kommentieren

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Entlastungstag

Hallo liebe Lesenden!

Ich kann nur raten, auch am Entastungstag schon alles erledigt zu haben. Ich hab gestern gedacht, ach die Gemüsebrühen kann ich auch am Entlastungtag kochen. Denkste... ich bin grad völlig im Eimer, weil ich einige Zeit in der Küche gestanden habe und vier verschiedene Gemüsebrühen gekocht habe. Also: Lasst es bleiben, macht das vorher

Am Entlastungstag soll nicht nur der Körper entlastet werden, sondern auch die Seele und der Geist, und dazu gehört, sich Zeit für sich zu nehmen und keine unerledigten Aufgaben mehr zu haben, weder privat noch beruflich und schon gar nicht im Haushalt.

Aber nun zu meinem Tag:

Ich habe 9 Stunden geschlafen und anschließend noch eine halbe Stunde mit meinem Freund gekuschelt, um 11 Uhr sind wir aufgestanden. Haben dann gemeinsam gefrühstückt, und zwar habe ich zum Entlastungstag Reis gegessen.

Mein Reis-Entlastungstag sah wie folgt aus:

3 x am Tag (12 Uhr, 17 Uhr, 22:30 Uhr) habe ich 50g Vollkornreis in reichlich Wasser ohne Salz gekocht. Morgens und abends habe ich jeweils 50g ungezuckerten Apfelmus untergerüht, Mittags eine halbe Tomate. Laut Rezept sollten zwei Tomaten da rein, aber ich mag Tomaten nicht. Beim Essen hab ich aber gemerkt, dass es ein bischen mehr Tomate hätte sein können. Unter jede Portion Reis habe ich einen Esslöffel geschrotete Leinsamen gemischt. Leinsamen quillt im Magen auf, wird schleimig und schließt so Schadstoffe ein. Hilft bei einem emfindlichen Magen.

Zwischendurch habe ich ungesüßten Kamillentee und Melissentee getrunken (insgesamt 6 Tassen), und warmes Leitungswasser.

Und dann ging es los: Alle 10 Minuten musste ich zum Klo und jedesmal mindestens 300 ml Wasser weg tragen. Also dass Reis entwässert habe ich jetzt am eigenen Leib erfahren!

 

Ich hatte aber auch den ganzen Tag Hummeln im Hintern. Bereits beim Aufwachen hatte ich ein nagendes Hungergefühl. Der Reis hat aber sehr gesättigt und ich hatte heute den ganzen Tag keine Hunger mehr. Zwischendurch hab ich ständig im Fastenbuch geblättert und nachgeguckt, ob ich auch alles richtig mache. Am Nachmittag hab ich für ca. 1 Stunde im Bett gelegen, des Rest des Tages habe ich vorm Computer oder Fernseher verbracht. Einmal zwischendurch war ich kurz spazieren, zum Supermarkt (Lauch für die Brühen) und auf dem Rückweg ein kleiner Umweg.

Jetzt bin ich total kaputt. Mein Bett hab ich inzwischen im Gästezimmer eingerichtet, schön mit Heizdecke, damit kuschelig warm ist. Und ein Nachtlämpchen habe ich hingestellt, falls ich vor dem Schlafen noch etwas lesen möchte.

Die Waage zeigte heute morgen 69,8 kg an.

Eure Jesssii

24.10.09 22:54, kommentieren

Der Einkauf

Guten Abend liebe Leser!

Heute hab ich mal wieder einiges an Geld ausgegeben. Nicht nur, dass ich knapp 37 Euro für neue Druckerpatronen bezahlt habe, von denen die gelbe nicht funktioniert, ich habe heute auch den Einkauf für die Fastentage gemacht.

Der Einkauf reicht für den Entlastungstag und für die fünf Fastentage. Am letzten Fastentag muss ich wieder einkaufen gehen, um für die Aufbautage entsprechend frische Sachen da zu haben.

Eingekauft habe ich:

In der Apotheke:

  • Irrigatorset mit Darmschlauch und Klistier: 8,60 €
  • 100g Glaubersalz: 1,70 €

Im Sanitätshaus:

  • Luffa-Massagepad: 1,99 €

Im Supermarkt:

  • 1 kleiner Sellerie: 0,49 €
  • 3 Stangen Porree / Lauch: 0,42 €
  • 2 Tomaten: 0,71 €
  • 4 Bio-Zitronen: 2,49 €
  • Packung Leinsamen (200g): 1,19 €
  • 2 Muskatnüsse: 1,19 €
  • ein Bund Möhren: 0,69 €
  • Bio-Gemüsebrühe: 1,29 €
  • Majoran gekerbelt als Gewürz: 1,59 € 
  • 6 x 1,5 Liter stilles Wasser: 1,14 €

Im Reformhaus / Bioladen:

  • 750 ml roter Traubensaft pur: 3,49 €
  • 750 ml Gemüsesaft-Cocktail pur: 2,99 €
  • 330 ml Sauerkrautsaft mit Meersalz: 1,99 €
  • Packung Meersalz 500g: 1,59 €
  • Edelhefe / Hefeflocken 125g: 3,29 €

Insgesamt waren das 36,84 €, die ich jetzt für die Fastenwoche ausgegeben habe. Ganz schön viel Geld, wenn man bedenkt, dass Fasten eigentlich bedeutet, nichts zu essen *lach*

Es werden noch jeweils eine Flasche Obstsaft und Gemüsesaft, außerdem Wasser dazu kommen. Und wie gesagt, vor den Aufbautagen muss ich nochmal einkaufen gehen. Aber solche Anschaffungen wie dem Irrigator, den Gewürzen oder der Hefe fallen erstmal nicht mehr an.

Für eine Woche ist der Preis also völlig ok, ohne Fasten würde man das Geld schließlich in mehr Essen investieren.

Im Moment hab ich Hunger, jetzt wo ich das alles lese *lach* Morgen gehts los. Bin schon ganz gespannt.

Was mir ein wenig Sorgen macht ist, dass meine Tage vor der Tür stehen und ich gerade total am frieren bin. Das wird beim Fasten sicher nicht sonderlich hilfreich sein. Aber da muss ich durch.

Schlafen werde ich übrigens im Gästezimmer. Das Fastenbuch rät Fastern allein zu schlafen, da man in der Fastenzeit u.U. auch mal nicht durchschläft, außerdem soll man sich durch die Anwesenheit des Partners nicht stören lassen (Schnarchen etc.). Was noch hinzukommt ist, dass man beim Fasten unangenehme Gerüche ausdünstet, und dass beide Partner unterschiedliche Lüftungsgewohnheiten haben.

Im Gästezimmer steht außerdem ein Fernseher, und ich werde mich auf Anraten des Buchs am Tag mehrmals hinlegen, um einfach nur auszuruhen und Leberwickel zu machen. Eigentlich soll man dabei nichts tun, einfach nur liegen, aber mit dem Fernseher wird mir das Abschalten evtl. doch leichter fallen.

 

Eure Jesssii

P.S.: Mein Gewicht heute morgen (Freitag ist regelmäßiger Wiegetag): 69,2

23.10.09 23:07, kommentieren

Jetzt wirds ernst

Hallo liebe Leser!

 

Seit 1 1/2 Wochen darf ich ja nun wieder Süßes essen. Die Verzicht-Wochen sind fast vergessen. Und ich schlage wieder ordentlich zu. Die letzten 4 Tage gabs jeden Tag einen Baumstamm (Marzipanbrot mit Nougat-Kern). 150g und 800 kcal schwer! *prost* Ich hatte irgendwie das Gefühl, ich hätte es mir verdient. Gleichzeitig kam wieder das denken durch: "Ach heute kannste noch, morgen machste dann mal einen Tag Pause damit!".

Kalorien hab ich mir auch nicht mehr aufgeschrieben, wäre eh frustrierend mit den 800 Kalos nur von dem Baumstamm. Aber wenigsten hatte ich keine zwei warmen Mahlzeiten und ich trinke auch immernoch viel Tee und Wasser.

 

So... wie ihr aber aus der Überschrift vielleicht schon erahnen könnt... es wird nun ernst!

Die Fastenwoche steht an. Eigentlich hab ich ja gar keine Lust mehr zum Fasten. Die erste Euphorie ist verflogen und nun wo die Woche vor der Tür steht frag ich mich, ob die Entscheidung die richtige war. Was waren nochmal die Gründe? Einstieg in eine bessere Ernährung? Kann man das nicht auch so gleich machen? Ach nein... ich wollte ja entschlacken, genau. Aber hab ich überhaupt so viele Wehwehchen? Meine Neurodermites hab ich sehr gut im Griff und die Allergien sind durch das Weglassen des Schweinefleischs auch besser geworden... 

Aber doch... ich will die Erfahrung mal machen. Will hinterher sagen können, ich habs getan! Will mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann und werde. Außerdem habe ich jetzt alles terminlich so in die Wege geleitet, dass es auch passt. Wenn ich es jetzt nicht mache, komme ich frühestens im Frühjahr wieder dazu.

Ich habe meinen Kommilitonen und Arbeitskollegen im Institut gesagt, dass ich nächste Woche nur am Freitag ganz kurz vorbei komme. Die anderen Tage werden nun von anderen Hiwis übernommen. Ich habe für nächste Woche keinen Spieleabend geplant. Ich habe außerdem jetzt endlich die letzten beiden Protokolle fertig geschrieben. Die langen mir schon lange auf dem Magen, und man soll keine unerledigten Dinge mit in die Fastenwoche nehmen. Morgen gebe ich ab und versuche noch zwei Unterschriften von Profs zu bekommen, die bei meinem letzten Besuch verreist waren.

Ich habe am Wochenende nichts vor, könnte also nun prima in die Fastenwoche starten. Und am kommenden Samstag wäre ich dann komplett mit den Aufbautagen durch und kann mich am Sonntag (1.11.) problemlos mit einer Freundin treffen, der Termin steht schon länger.

Also... morgen nochmal die Protokollsachen in der Uni erledigen. Dann einkaufen für die Fastenwoche. Das ist ein ganz schöner Batzen, sind viele Sachen, die ich gar nicht zu Hause habe. Leinsamen zum Beispiel. Und Sauerkrautsaft. Muss es mir eigentlich peinlich sein, in der Apotheke nach einem Irrigator mit Darmschlauch zu fragen? Ich glaub ich gehe damit nicht zu der Apotheke bei uns im Haus... muss ja nicht jeder wissen, dass ich mir son Ding in den Popo schiebe...

Am Samstag starte ich dann mit dem Entlastungstag. Ich werde einen Reistag machen. Das ist für mich am einfachsten. Dreimal am Tag 50g Vollkornreis in reichlich ungesalzenem Wasser, morgens und abends mit ungezuckertem Apfelmus und mittags mit gedünsteten Tomaten. Wobei ich mir das mit den Tomaten nochmal überlegen muss... ich hasse Tomaten ^^ Kennt jemand ne Alternative?

Falls mir am Samstag noch etwas einfällt, was ich beim Fasten brauche, kann ich es noch kaufen. Dann kommt der Sonntag. Erster Fastentag und keine Chance, irgendwo noch irgendwas zu kaufen. Da kann ich mich ganz und gar der Ruhe in den eigenen vier Wänden widmen.

 

Achja nochwas: Ich hatte ja gesagt, dass ich mit der Fastenwoche das Ergebnis meines Borreliose-Tests abwarte. Nunja... heute rief ich beim Arzt an und erfuhr, dass ich wohl schon seit Jahren diese Bakterien in mir trage. Klasse.... Behandlung wurde nicht angesetzt, aber sollte es bei mir mal zu anhaltenden Kopfschmerzen oder Gelenkproblemen kommen, weiß ich Bescheid, woran es liegen könnte.

 

Also... dann bis zum Fasten... ich werde diesen Blog als Fastentagebuch verwenden. Ihr werdet also von mir hören!


Eure Jesssii

1 Kommentar 23.10.09 02:38, kommentieren

Zucker...

Guten Morgen ihr Lieben!

Ich merke grad am eigenen Leib, was Zucker dem Darm antut. Ich habe gestern geschwankt zwischen Schokolade kaufen und einem Süßen Mittagessen statt einem herzhaften. Ich hab mich dann für das Süße Mittagessen entschieden und mich in zwei Supermärkten gegen die Schokolade entschieden.

Das zweite Mal bin ich nur wegen der Schokolade reingegangen. Hab die Eier, die wir auch noch brauchten, geschnappt, bin zum Süßwarenregal getigert. Stand da vor meiner Lieblingsschokolade. Stellte fest, die haben auch neue Pralinen im Sortiment. Mein Blick schweifte über die Weihnachts-Baumstämme, die ich so liebe. Und dann stellte ich mir ihren Geschmack im Mund vor. Süß, sehr süß. Widerlich süß! *bah* Und dann spürte ich, wie der Baumstamm schwer in meinem Magen liegen würde, und mir verging gänzlich der Appetit.

Ich bezahlte rasch die Eier und ging nach Hause.

Zu Hause machte ich mir Milchnudeln. Vollkornnudeln in Vanillepudding. War auch sehr lecker, musste feststellen, dass das mit Vollkornnudeln wesentlich besser schmeckt als mit weißen Nudeln. Kalorien waren auch im Rahmen.

Und dann abends, das blanke Entsetzen: Hunger!! Ich hatte Hunger, wie schon lange nicht mehr. Ich hatte Zucker gegessen, was ja bekanntlich den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt, und das Absinken erzeugte bei mir nun unüberhörbar Hunger!!

Rasch rechnete ich aus, wieviele Kalorien ich denn eigentlich noch darf, um nicht über meinen Grundbedarf zu kommen: 250. Toll... letztendlich hat es aber gereicht, um satt zu werden. Mit einem schönen gemischten Salat, einer Scheibe Knäckebrot mit Käse und einem Kohlrabi. Mehr als genug.

Gestern Abend hatte ich dann Magenschmerzen. Keine Ahnung, ob das wieder vom Salat war, den ich ein paar Tage habe ausfallen lassen, oder von dem schweren Vanillepudding. Ich denke ja, es liegt am Salat. Bernd meint, es sei der Pudding ^^ naja..

Heute morgen stehe ich nun mit Hunger auf. Ich sitze hier, schreibe diese Zeilen. Die letzten zwei Wochen hatte ich immer erst gegen 13 Uhr Hunger. Und nun nagt dieses Gefühl an meiner Magenwand.

Scheiß Zucker!

Ich geh jetzt in die Küche und mache Vollkornbrötchen... und freu mich drauf!

Abschließend noch ein Bild von unserem Sonnenuntergang gestern. Herrlich, oder?


 Eure Jesssii

1 Kommentar 16.10.09 11:16, kommentieren

Es ist geschafft !!

Liebe Leser und Leserinnen,

ich habs geschafft!!! Um Mitternacht ging der letzte Tag meiner 14-tägigen Süßigkeiten-Alkohol-Koffein-Abstinenz zu Ende.

Zur Feier - ich weiß, man soll sich niemals mit Essen belohnen, aber ich hatte Hunger und Bock drauf - hab ich mir ein kleines Schälchen Vollkornnudeln (die waren von heute Mittag übrig) mit ganz dünner Vanillsesauce (war fast noch Milch) gemacht. War ganz ok, bis auf die Tatsache, dass die Nudeln gesalzen waren und das nicht ganz passte ^^

Ich freu mich, dass ich es durchgehalten habe und kann es noch gar nicht richtig realisieren. Die letzten Tage fiel es mir sehr leicht. Mein Schatzi konnte in meiner Gegenwart Pudding essen ohne dass es mich störte, und heute im Kino wurde mir Schokolade angeboten, was ich schon vollautomatisch und ohne Wehleiden ablehnte. Ich "erlaubte" meinem Freund sogar, zu naschen, was er aber ebenfalls ablehnte.

Meine Lust, das ganze noch in eine Woche Fasten zu steigern wächst. Habe das Fastenbuch bald das zweite mal durchgelesen. 

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Eure Jesssii

14.10.09 00:37, kommentieren

Moin moin

Hallo liebe Lesenden!

Nach kurzer Schreibpause melde ich mich zurück! 

Freitag Abend waren wir doch nicht weg. Hatte mich extra mit dem Essen zurück gehalten, um Abends in der Bar ein schönes Baguette zu essen (die sind da sehr lecker)! Aber durch ein Missverständnis ist das dann ausgefallen und unsere Freundin kam stattdessen zu uns.

Haben uns Pizza bestellt und geklönt. Mein Freund und sie hatten sich zusammen ein Familienpaket bestellt, wo man noch eine Cola, Pommes und einen Pudding oben drauf bekam.

Den Pudding hat mein Schatzi verschmatzt... ganz alleine

Aber der sah eh eklig aus... die Pizza war auch nicht sonderlich lecker... viel zu salzig und fast nur Käse, der den Restbelag komplett überdeckte... neee... da bestellen wir nicht nochmal. Hab die Hälfte der Pizza in die Tonne wandern lassen, weil ich eh satt war.

Samstag, also gestern, waren wir im Kino, haben Tortuga geguckt. Ein Film über Schildkröten der einem mal wieder so richtig schön ins Gewissen redet, dass alles was die Menschen machen scheiße ist... sonderlich wissenschaftlich war er auch nicht. Naja schöne Bilder, aber das wars eigentlich auch. Zum Snacken hatte ich mal wieder einen frischen Kohlrabi mit. Die Lust auf Popkorn und Co wird immer weniger.

Heute habe ich Vollkornbrötchen gebacken. Wow... lecker. Hab mich gestern erstmals versucht und promt zu viel Salz reingebacken. Heute waren sie perfekt. Mit Haferflocken, Sonnenblumenkernen und Kümmel. Ich geb euch mal das Rezept:

Für 10 kleine Brötchen braucht ihr:

- 300g Magerquark

- 1 Ei

- 250g Weizen-Vollkornmehl

- 1 Päckchen. Backpulver

- 1 gestrichener TL Salz

- 1/2 TL gemahlener Kümmel

- 40g Sonnenblumenkerne

- 50g Haferflocken

In einer Schüssel vermengt ihr Mehl, Backpulver, Salz, Kümmel, 40g Haferflocken und 20g Sonnenblumenkerne miteinander. In einer zweiten Schüssel rührt ihr den Magerquark und das Ei zusammen glatt. Nun fügt ihr die Mehlmischung zum Quark. Ihr müssen gründlich kneten, bis kein Mehl mehr aus der Mischung fällt. Auf keinen Fall mehr Flüssigkeit zugeben; der Teig ist anfangs sehr mehlig, aber das gibt sich!

Ihr formt nun 10 kleine Brötchen aus dem Teig und macht aus den 20g Sonnenblumenkernen 10 kleine Häufchen auf einem Backblech (entweder gefettet oder mit Backpapier). In die Häufchen drückt ihr die Brötchen. Drückt die Brötchen ruhig etwas platt. Schneidet dann die Oberfläche etwas an und streut die Haferflocken drauf.

Nun kommt das Blech in den Ofen. 180° Umluft. Der Ofen darf nicht vorgeheizt sein!! Nach etwa 20 Minuten sind die Brötchen fertig.

Ansonsten ist heute nicht viel passiert. Nach zwei der Brötchen war ich satt und bin es immernoch (rund 5 Stunden her).

Bald hab ich dieses Projekt geschafft und ich weiß gar nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht. Habe Angst, dass ich, weil ichs darf, doch wieder mit Schokolade en masse anfange. Aber das Verbot verlängern will ich auch nicht, weil es einem doch ein wenig die Freiheiten raubt.

Wenn der heutige Tag rum ist sind es 

noch 2 Tage ohne Süßes

Eure Jesssii

 

 

 

11.10.09 20:02, kommentieren